“Rendite statt Medizin” – ARD Magazin über Laseroperationen

Das sollte einem wohl zu denken geben: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr würde sich selbst - trotz Sehschwäche - niemals einer Laseroperation unterziehen. Er hält das Risiko für zu hoch und trägt lieber Kontaktlinsen vom Augenoptiker. Das ARD Magazin Panorama zeigt einen interessanten Bericht über Laseroperationen. Sehen Sie selbst.

"Rendite statt Medizin" …titelte die Sendung „panorama“ im ARD-Fernsehen einen kritischen Beitrag über kommerzielle Anbieter von Laseroperationen. Anhand eines geschädigten Patienten werden die Ausmaße der Risiken verdeutlicht. Im Haus ist dieser nun permanent auf eine Sonnenbrille angewiesen, obwohl er eigentlich das Thema Brille durch die Operation für immer loswerden wollte. Autofahren kann er noch nicht wieder, so dass er auch Wochen nach der OP permanent auf Hilfe angewiesen ist. Neben seinem nun behandelnden Augenarzt kommen im Beitrag mehrere Experten, die in Kontakt mit geschädigten Patienten stehen, kritisch zu Wort.

Der Beitrag klärt über die Geschäftspraktiken der kommerziellen Anbieter auf und verdeutlicht den Unterschied zu einem niedergelassenen Arzt. Die Standesvertretung der Ärzte sei gegen die juristischen Personen als solche und gegen dieses neue Terrain auf dem Gesundheitsmarkt machtlos.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr wolle daran auch nichts ändern und appelliert in einem kurzen Interview mit den Reporten an die Selbstverantwortung des Bürgers. Jeder müsse selbst entscheiden, ob er sich einer Operation unterziehen wolle. Er selbst sei Kontaktlinsenträger. Einer Operation möchte er sich persönlich nicht unterziehen, da er diese für ein großes Risiko halte.

Ob die Selbstverantwortung der Bürger die hier kritisierten Anbieter daran hindert, ihre Leistungen weiter zu bewerben und hoffnungsvolle Kunden zu finden, darf wohl mehr als bezweifelt werden…

Hier sehen Sie den ganzen Bericht.

Quelle: optikernetz.de

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